# Bürokratie-Wahnsinn trifft hunderttausende Selbständige 

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Berlin (ots) -

 Protest-Aktionen gegen die aktuelle Neuregelung der Zeit- und 
Werkverträge: Breites Bündnis fordert Gerechtigkeit für freiwillig 
Selbständige. "Alle reden über Missbrauch, kaum einer über die 
Zukunft von hochqualifizierten Experten, die unser Land so dringend 
braucht."

 Hunderttausende freie Experten wollen in Deutschland selbständig 
arbeiten. Diese freiwillige Selbständigkeit soll gesetzlich endlich 
klar geregelt werden. "Frau Nahles sieht überall nur Missbrauch, aber
nicht die Chancen, die ein moderner Arbeitsmarkt hochqualifizierten 
Experten bietet", sagt Carlos Frischmuth, Sprecher der Allianz für 
selbständige Wissensarbeit (ADESW). Die wichtigsten deutschen 
Personaldienstleister fordern deshalb von der Politik, den 
Gesetzentwurf zur Regulierung der Zeit- und Werkverträge in seiner 
aktuell diskutierten Form nicht zu verabschieden.

 Mit der Kampagne "Experten-Arbeit stärken" kämpfen 
IT-Spezialisten, Ingenieure, Honorarärzte, Unternehmensberater oder 
Interim-Manager gemeinsam für ihre Zukunft: mit Protest-Briefen, 
Protest-Plakaten und personalisierten Anschreiben an alle Politiker 
des Bundestags. In Zeitungsanzeigen, auf Social-Media-Kanälen und auf
Plakaten im politischen Berlin.

 "Wer fair bezahlt wird und selbst für sein Alter vorsorgt, der 
muss selbständig sein können und darf nicht mehr dem derzeit gängigen
Bürokratie-Wahnsinn ausgesetzt werden", kommentiert Carlos Frischmuth
und meint weiter: "Das muss Frau Nahles in ihrem neuen Gesetzentwurf 
berücksichtigen. Die behördliche Prüfverfahren zur Selbständigkeit 
sind noch aus dem letzten Jahrhundert und müssen jetzt dringend 
modernisiert werden." Viele Hochqualifizierte würden mit ihrer Arbeit
gutes Geld verdienen und vorbildlich für ihr Alter vorsorgen. Dieser 
Umstand würde in den derzeitigen Diskussionen nicht berücksichtigt.

 "Die aktuell diskutierten neuen Arbeitsmarktgesetze sind einzig 
und allein auf Menschen mit geringen Einkommen ausgerichtet", ist der
Sprecher der Allianz überzeugt und fügt hinzu: "Diese Menschen 
brauchen unsere Hilfe, keine Frage. Aber Deutschland ist immer noch 
führend als Hochlohnland mit einem gesunden Arbeitsmarkt und geringer
Arbeitslosenquote. Das scheinen manche Politiker gerade völlig zu 
vergessen."

 Betroffen sind mindestens 300.000 Selbständige, die in Deutschland
freiwillig selbständig sind und es auch bleiben wollen. Sie verdienen
in der Regel über 50.000 Euro im Jahr, sind nicht schutzbedürftig und
fordern endlich Rechtssicherheit: für ihren Status und für die sie 
beschäftigenden Unternehmen, zu denen viele öffentliche Auftraggeber 
gehören. Angedacht ist ein moderner Kriterienkatalog, der - auch für 
juristische Laien - klar und deutlich eine Selbständigkeit definiert.

 Bereits im Februar dieses Jahres hatten die freien Experten in 
einer gemeinsamen Aktion in nur drei Tagen exakt 119.245 persönliche 
Mails an die Mitglieder des Bundestags geschickt, dazu tausende 
Briefe. Mit erstem Erfolg: Der Katalog mit altertümlichen und 
praxisfremden Negativkriterien aus dem ursprünglichen Entwurf des 
Arbeitsministeriums ist nunmehr Geschichte. Die Rechtslage der 
Selbständigen verbesserte sich dadurch aber noch nicht, viele wurden 
durch die politische Diskussion verunsichert.

 Durch die Fehlausrichtung der aktuell angedachten 
Arbeitsmarktregulierung droht nun ein Kollateralschaden in der IT-, 
Digital- und Kreativwirtschaft, aber auch bei Ingenieuren und 
Honorarärzten. Diese waren ursprünglich von der Neuregelung der Zeit-
und Werkverträge überhaupt nicht angesprochen. Im Koalitionsvertrag 
(Seiten 17-19) werden sie sogar noch als "förderungswürdig" 
bezeichnet.

 "Das geplante Gesetz des Arbeitsministeriums muss auf tatsächlich 
Schutzbedürftige mit geringem Einkommen begrenzt werden, die lieber 
angestellt wären", so Carlos Frischmuth, Sprecher der ADESW. Er ist 
der Meinung: "Freie Experten brauchen dagegen endlich 
Rechtssicherheit durch klare Kriterien. Dafür ist nun der Zeitpunkt 
gekommen. Dafür kämpfen wir gemeinsam mit unserer Kampagne auf 
www.Experten-Arbeit-stärken.de".

 Hintergrund ADESW

 Die Allianz für selbständige Wissensarbeit (ADESW) vereint 
führende Dienstleister für den projektbasierten Einsatz 
hochqualifizierter, selbständiger Wissensarbeiter sowie hierzu 
assoziierte Partner wie z. B. den Verband für Maschinen- und 
Anlagenbau. Die Mitgliedsunternehmen beschäftigen intern mehr als 
4.500 fest- angestellte Mitarbeiter. Der Branchenumsatz mit 
selbständigen Wissensarbeitern betrug im Jahr 2015 mehr als 15 Mrd. 
Euro. Im Jahresdurchschnitt besetzen die Allianz-Mitglieder gemeinsam
mehr als 20.000 Projekte mit selbständigen Experten. Über 5.000 
Kunden, darunter namhafte Dax-Unternehmen, zahlreiche KMUs und 
Start-ups sowie Bundesbehörden und andere öffentliche Auftraggeber 
profitieren von dieser Expertise.

Pressekontakt:
Allianz der Dienstleister für den Einsatz von selbständigen 
Wissensarbeitern und assoziierte Partner (ADESW)

Sprecher: Carlos Frischmuth

Karlplatz 7 | D-10117 Berlin | Deutschland I Tel. 030/ 847 884 100 I 
Fax 030/847 884 299 I Mail info@adesw.de I www.adesw.de

Original: http://www.presseportal.de/pm/119677/3323433

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Quelle: https://madeingermany.shop/de/news/buerokratie-wahnsinn-trifft-hunderttausende-selbstaendige
