# Corona-Weltuntergangsstimmung bietet historische Gelegenheit auf günstige Anlagechancen am Aktienmarkt 

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Köln (ots) - Die letzten zwei Wochen waren turbulent an der Börse. Die Aktienindizes DowJones und DAX haben in den letzten zwei Wochen den schnellsten zweistelligen Kursverlust der Geschichte hingelegt. So schnell kamen in dieser Krise auch institutionelle Anleger und Vermögensverwalter nicht aus dem Markt raus, das Tempo der Entwicklungen war zu schnell. Wir sprachen in diesem Zusammenhang mit Dipl.-Kfm. Raimund Tittes, Vorstand der Kölner Investmentberatung InveXtra AG, die aktuell auf 25 Jahre Börsenerfahrung zurückblickt und seit 1996 bereits viele Aufs und Abs an der Börse mitgemacht hat.

So hatte Raimund Tittes als Investmentberater nachweislich im März 2000 und Juli 2007 seinen Kunden eine Umschichtungsempfehlung zum Ausstieg aus dem Aktienmarkt gegeben, rechtzeitig bevor die Aktienmärkte 2000 und 2008 einbrachen. Die Anleger konnte so ihr Geld vor dem Crash retten. Im März 2003 und Dezember 2008 gab er die Empfehlung zum Wiedereinstieg am Aktienmarkt. Die ARD Börsenredaktion vom ersten deutschen Fernsehen und da Wirtschaftsmagazin Handelsblatt berichteten im März 2009 von seiner Anlageempfehlung zum Wiedereinstieg am Aktienmarkt, als die Aktienkurse weltweit am Boden lagen und eine panikartige Börsenstimmung existierte, ähnlich wie jetzt im März 2020 bei der Coronavirus-Krise. Auch diese Empfehlung erwies sich im Nachhinein als goldrichtig, nachzulesen auf www.investmentberatung.de. (http://www.investmentberatung.de)

Wir wollten nun wissen, wie Investmentberater Raimund Tittes die aktuelle Lage an den Aktienmärkten und die Auswirkungen des Coronavirus sieht und welche allgemeinen Empfehlungen er Anlegern jetzt zu der Krise geben kann.

Kommt es noch schlimmer am Aktienmarkt und sollten Anleger jetzt noch verkaufen oder schon wieder einsteigen?

Die vollständige Pressemeldung zur Veröffentlichung und das ausführliche Interview mit Investmentberater Raimund Tittes inklusive weiterer Graphiken zur Illustration finden Sie auch hier: http://www.invextra.de/pressemeldungInvextra.cfm?ID=22186

Herr Tittes, wie erklären Sie den aktuellen Einbruch an den Aktienmärkten und soll man jetzt noch verkaufen?

Viele Aktienverkäufe der vergangenen Tage kamen vor allem von ETFs und computergestützten Handelsstrategien mit automatisierten Stop&Loss Marken, die mit einer hohen Abverkaufsgeschwindigkeit einen sich selbstverstärkenden Abwärtszyklus in Gang gesetzt haben, dem die normalen Anleger und Vermögensverwalter so schnell gar nicht folgen konnten. Es macht auf dem aktuellen Niveau jetzt keinen Sinn noch seine Aktien zu verkaufen, da es sich unserer Überzeugung nach hier um eine vorübergehende Krise am Aktienmarkt handelt. Anleger, die in den letzten Tagen ihre Fonds verkauft haben oder jetzt noch verkaufen wollen, die verpassen garantiert den Wiedereinstieg, wenn die Aktienmärkte genauso schnell wieder nach oben wegziehen. Die Kurskorrektur ist aus unserer Sicht aktuell vor allem psychologisch angstgetrieben gewesen und fundamental in der Höhe nicht unbedingt gerechtfertigt. Viele Qualitätsaktien sind jetzt zu deutlich günstigeren KGVs unter ihrem fairen Wert zu haben. Deswegen sehen wir auch jetzt keinen Grund für einen Ausstieg am Aktienmarkt. Das Gegenteil ist der Fall, jetzt sollte man Aktienfonds einsteigen.

Konnte man mit einem solchen Börseneinbruch vor drei Wochen rechnen?

Wenige Fondsmanager und Anleger haben noch vor drei Wochen mit einer solchen Endzeitstimmung und kurzfristigen Ausverkauf bei Aktien gerechnet. Viele Anleger, Fondsmanager, Vermögensverwalter und auch institutionelle Anleger sind durch den "Schwarzen Schwan" Coronavirus auf dem falschen Fuss erwischt worden und haben aktuell Verluste in den Depots zu verzeichnen. Doch die konnten deutlich abgefedert werden, sofern die Depots auf verschiedene Anlageklassen rechtzeitig breit gestreut wurden.

Wie kam es zu diesem drastischen Einbruch am Aktienmarkt in dieser Woche?

Ja tatsächlich hatte es die vergangene Woche in sich, sie begann mit einer bösen Überraschung am Sonntag, mit der keiner rechnen konnte. Saudi Arabien erhöhte mutwillig die Ölproduktion, nachdem die OPEC sich am Freitag zuvor mit Russland nicht auf eine Reduzierung der Fördermengen einigen konnte. Damit traf ein Überangebot an Öl auf eine geringere Ölnachfrage, der aufgrund des Öl-Nachfrageschocks durch den Ausbruch des Coronavirus entstanden ist. Der Öpreis brach um -40% ein, was die Aktien der Unternehmen aus dem Ölsektor weltweit erstmal auf Talfahrt schickte. Am Donnerstag kam es dann nochmals zu einem aussergewöhnlichen Aufeinandertreffen von zwei negativen Nachrichten für Anleger, die bereits vorher durch den Coronavirus und den Ölpreisschock vom Anfang der Woche in Angst und Schrecken versetzt waren. Der US-Präsident verhängte ein Einreiseverbot für EU-Bürger und traf damit die weltweite Luftfahrt- und Reiseindustrie erheblich im Mark. Die Kursverluste an den Aktienmärkten daraufhin waren verständlich. Anschliessend hofften die Anleger am Donnerstag vergeblich auf eine Zinssenkung der EZB, diese Erwartung erfüllte sich nicht. Die Kurse rutschten daraufhin dramatisch in den Keller und führten zum höchsten Tagesverlust im DAX seit Bestehen.

Ist die aktuelle Panik gerechtfertigt bei Anlegern?

Die Volatilität und Panikstimmung an den Kapitalmärkten haben sich in den vergangenen zwei Wochen schrittweise bis zu einem historischen Höchstniveau entwickelt, das der Panik zum Höhepunkt der Finanzkrise 2008 entsprach und auf Tagesbasis teilweise sogar darüber lag. Am vergangenen Donnerstag den 12.03.2020 notierte der Volatilitätsindex VIX zum breitgestreuten amerikanischen S&P 500 Aktienindex auf Tagesbasis sogar höher als zu den schlimmsten Zeiten der Lehmann Pleite 2008. Das deutet auf eine extreme Ausnahmesituation der Börse in der vergangenen Woche hin.

Woran erkennen Sie, dass es sich letzte Woche um eine Extremsituation an der Börse gehandelt hat?

Der Fear&Greed Index notierte am Mittwoch den 11.03.2020 am Höchststand bei 1 von maximal 100 Punkten, was sehr selten vorkommt. Dabei steht ein Fear&Greed Index bei 1 für eine maximal ängstliche und bei 100 für eine maximal gierige Anlegerstimmung. Werte um die 50 deuten auf eine ausgewogene Anlegerstimmung hin. Am nächsten Tag nach der EZB-Ratssitzung am Donnerstag sank der Fear&Greed Index Angstindikator auf 2 und am Freitag nach der Ankündigung der Stützungsmaßnahmen durch Deutschland, EU-Kommission und den USA auf den Faktor 5, was immer noch deutlich im Bereich von "Extreme Fear" liegt. Einen Monat vorher lag der Index noch bei 60 Punkten bei "Greed", was einer leicht optimistisch gierigen Marktstimmung entspricht. Das verdeutlich die extreme Eintrübung der Anlegerstimmung in den letzten zwei Wochen. Was für viele Anleger hier eine Paniksituation zeigt, die zum Verkauf von Aktien führt, das ist für uns wiederum ein Kaufsignal.

Können die angekündigten staatlichen Rettungsmaßnahmen der Regierungen und der Zentralbanken in Europa und den USA helfen den Markt zu stabilisieren?

Ja. Wir sind der Meinung, dass der Höhepunkt der panikartigen Angstzustände im Bereich von "Extreme Fear" bei Anlegern damit am letzten Donnerstag und Freitag deutlich eingedämmt wurde, durch die angekündigten staatlichen Rettungsmaßnahmen der Regierungen und der Zentralbanken in Europa und den USA. Nachdem die Fed bereits vorausgeeilt war mit einer Zinssenkung, haben jetzt auch die EZB und die Regierungen mit Hilfsprogrammen nachgezogen.

Ist das jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt am Aktienmarkt?

Die aufgezeigten Entwicklungen im VIX Volatilitätsindex und beim Fear & Greed Index sind gleichzeitig auch ein Indikator dafür, dass der Aktienmarkt in den vergangenen Tagen überverkauft war und die Aktienkurse sich kurzfristig erholen könnten in den nächsten Tagen. Trotzdem werden die Aktienkurse in den nächsten Tagen und Wochen immer wieder mal die unteren Kursniveaus der Indizes der vergangenen Tage und vielleicht auch darunter testen, bevor sie dann zu einer mittel- und langfristigen Erholung ansetzten können. So könnte es sein, dass die 9.100 Marke im Dax mehrmals getestet wird oder sogar die 8.113 Punkte erreicht werden. Das ist aber nicht weiter schlimm für die Anleger, die langfristig orientiert sind und jetzt zukaufen. Grund wird sein, dass es natürlich von der Nachrichtenfront weiter negative Nachrichten geben wird, betreffend die Auswirkungen des Coronavirus auf die Gesundheit der Menschen global und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Unternehmen. Es könnten sich Nachrichten häufen, denen zu Folge grosse und kleinere Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten oder kurz vor einer Pleite stehen. Hier sollten aber die bereits diese Woche aufgefahrenen staatlichen Rettungsschirme in EU und USA helfen, dass es nicht dazu kommt. Völlig ausschließen kann man das in Einzelfällen nicht, denn der Staat kann sicher nicht allen kleinen und grossen Unternehmen helfen, auch wenn dieses von Finanzminister Scholz und Wirtschaftsminister Altmaier so verkündet wurde. Aber alleine die Ankündigung der deutschen Bundesregierung, dass das deutsche Rettungspaket für Unternehmen zur Coronakrise unbegrenzt ist, wird psychologisch dazu führen, dass es nicht so viele negative Nachrichten zu Unternehmenspleiten geben wird, wie diese Woche bereits in die Kurse an den Börsen eingepreist wurde. Denn aktuell sind bereits sehr viele negative Nachrichten und eine weltweite Rezession in den Kursen der Kapitalmärkte eingepreist, so dass man davon ausgehen kann, dass die Nachrichten auch wieder besser werden und viele Aktienkurse von Qualitätsunternehmen schnell wieder steigen werden.

Das heisst, so schnell wie Aktien in den letzten Tagen zweistellig gefallen sind, werden viele auch wieder zweistellig zulegen. Aber solche positiven Nachrichten werden in der Öffentlichkeit dann nicht mehr die gleiche Aufmerksamkeit haben wie die negativen Nachrichten der vergangenen Tage. Manche Unternehmen aus der Luftfahrt- und Reiseindustrie, wie die Lufthansa u.a., werden sicher etwas länger brauchen, aber auch hier wird es deutliche Kurserholungen in nächster Zeit geben, wenn die angekündigten staatlichen Rettungsmaßnahmen in Europa und den USA sowie von den Zentralbanken in den nächsten Wochen greifen. So hat sich die in den vergangenen Wochen stark gebeutelte Lufthansa Aktie am Freitag wieder etwas erholt, nachdem das Unternehmen angekündigt hat die staatlichen Hilfsprogramme zur Überbrückung der Krise in Anspruch zu nehmen.

Es war die vergangene Woche eine panikartige Ausverkaufsstimmung an den weltweiten Börsen zu verzeichnen. Was stimmt Sie optimistisch, dass man die Krise um den Coronavirus weltweit in den Griff bekommt und die Aktienmärkte sich beruhigen?

Die Anleger waren die letzten zwei Wochen in Panikstimmung wegen der Angst vor den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus. Während die Anleger die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus anfangs noch unterschätzt hatten, die Aktienindizes DowJones, S&P 500 und DAX am 19. Februar neue Höchststände feierten, so werden die Risiken aktuell sehr wahrscheinlich deutlich überschätzt. Denn eine Virus-Pandemie ist ein vorübergehendes Ereignis und sicher nicht der Weltuntergang der Weltwirtschaft. Darauf deuten die sinkenden Neuinfektionen und die Wiederaufnahme der Produktion und Ingangsetzung der Lieferketten in China. Dort sind nach Recherchen von Fidelity Investments inzwischen 70% der LWKs wohl wieder auf den Straßen und transportieren Güter.

Wichtig ist hier zu verstehen, dass diese Corona-Krise anders ist als die Finanz- und Vertrauenskrise 2008 oder eine Krise nach einer Naturkatstrophe wie in Indonesien nach dem Tsunami, bei der eine produzierende Infrastruktur mit Fabriken und Läden kaputtgeht und erst langsam wiederaufgebaut werden muss. Bei der Coronavirus-Krise handelt es sich um eine temporäre Stilllegung der Produktion. Die Fabriken, Produktionskapazitäten und Lieferketten bleiben erhalten und können 4-8 Wochen nach dem "shut-down" sofort wied…

Original: https://www.presseportal.de/pm/32004/4549060

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Quelle: https://madeingermany.shop/de/news/corona-weltuntergangsstimmung-bietet-historische-gelegenheit-auf-guenstige
