# DEUTSCHER KAMERAPREIS 2016 ehrt Pio Corradi 

- **Rubrik:** culture

Köln (ots) -

 Der Schweizer Kameramann Pio Corradi erhält den diesjährigen 
Ehrenpreis des DEUTSCHEN KAMERAPREISES. Das Kuratorium zeichnet den 
76-jährigen international tätigen Bildgestalter für sein 
unermüdliches Schaffen und "seine feinfühlige Sicht in die 'Seele der
Dinge'" aus. Als sein herausragendstes Werk gilt "Höhenfeuer", das 
erfolgreiche Familiendrama von Filmemacher Fredi M. Murer über die 
verbotene Liebesgeschichte zweier Geschwister aus dem Jahr 1985. 
Zuletzt war der umtriebige Kameramann für die Bildgestaltung von 
Christian Labharts Filmessay und Künstlerhommage "Giovanni Segantini 
- Magie des Lichts" für den Schweizer Filmpreis 2016 nominiert. Der 
Ehrenpreisträger über die Auszeichnung: "Ich habe mich sehr über den 
Preis gefreut - aber auch gar nicht damit gerechnet. Ich bin 
sicherlich ein sensibler Mensch, was das Licht betrifft. Aber die 
Kamera ist für mich einfach nur ein technisches Gerät und nichts 
Heiliges."

 Allein in den 1980er- und 1990er-Jahren drehte Corradi rund die 
Hälfte seiner mehr als 100 Filme. Seine Dreharbeiten führten ihn von 
Kanada in die Antarktis, über Griechenland ins Amazonasgebiet. Der 
Dokumentarfilm "Die Salzmänner von Tibet" (1996, von Ulrike Koch) 
entstand unter Extrembedingungen und mit improvisierter Ausrüstung. 
In der Begründung des Kuratoriums des DEUTSCHEN KAMERAPREISES heißt 
es: "Er schafft es mit seiner ruhigen, bedachten und warmherzigen 
Art, Verbindungen zu seinen Protagonisten aufzubauen. Mit dieser 
Empathie dreht Pio Corradi in jedem Kulturkreis außergewöhnlich nahe,
bildgewaltige und ausdrucksstarke Filme." 

 Seine Karriere begann der Schweizer Kameramann Pio Corradi 
zunächst als Fotograf. Zwar wusste er schon als Jugendlicher, dass er
Kameramann werden wollte, doch ihm fehlten in der Schweiz die 
Ausbildungsmöglichkeiten. Als Kameraassistent arbeitete er später 
unter dem Schweizer Regisseur Nicolas Gessner ("Das Mädchen am Ende 
der Straße" mit Jodie Foster) und dem russischen Drehbuchautoren und 
Regisseur Grigori Alexandrow. Viele Regisseure buchten ihn seitdem 
gleich mehrfach für ihre Projekte. Besonders produktiv war die 
Kooperation mit Fredi M. Murer. Der Regisseur und Präsident der 
Schweizer Filmakademie engagierte Corradi seit dem Erfolg von 
"Höhenfeuer" für fast alle seine Filme, unter anderem für seine 
letzten Werke "Vitus" (2006) sowie "Liebe und Zufall" (2014).

 Mit dem Ehrenpreis des DEUTSCHEN KAMERAPREISES würdigt das 
Kuratorium die Arbeit von Bildgestaltern, die über das Einzelwerk 
hinaus kontinuierlich außerordentliche und richtungsweisende 
Leistungen vollbringen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter 
anderen Frank Griebe, Michael Ballhaus, Gernot Roll, Elfi Mikesch, 
Judith Kaufmann, Renato Berta und Slawomir Idziak.

 Die feierliche Preisverleihung zum 26. DEUTSCHEN KAMERAPREIS 
findet am 18. Juni 2016 unter Federführung des WDR in Köln statt. 
Nominiert sind 24 Kameraleute, Filmeditorinnen und -editoren mit 
Produktionen aus den Kategorien Kinospielfilm, Fernsehfilm, Kurzfilm,
Journalistische Kurzformate, Dokumentarfilm/Dokumentation sowie der 
Wechselkategorie Krisenberichterstattung. Alle Nominierten für den 
diesjährigen DEUTSCHEN KAMERAPREIS finden Sie unter 
www.deutscher-kamerapreis.de/presse. 

 Aktuelle Fotos von Pio Corradi und eine Bilderstrecke zu seinem 
Schaffen stehen unter www.ard-foto.de zur Verfügung. Weitere 
Informationen zum DEUTSCHEN KAMERAPREIS finden Sie in der aktuellen 
Ausgabe der WDR print: http://print.wdr.de/2016-06/#44 

Pressekontakt:
Westdeutscher Rundfunk Köln 
Presse und Information 
Lena Schmitz 
Tel. 0221 220 7121 
lena.schmitz@wdr.de

Original: http://www.presseportal.de/pm/7899/3340156

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Quelle: https://madeingermany.shop/de/news/deutscher-kamerapreis-2016-ehrt-pio-corradi
