# Die Gründungskultur in Deutschland entwickelt sich positiv, Rahmenbedingungen für schnelles Wachstum fehlen aber 

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Berlin (ots) -

 Sechs von zehn jungen Unternehmen der Informations- und 
Kommunikationstechnologiebranche haben derzeit eine gute 
Auftragslage. Ganze 93 Prozent erwarten in den kommenden zwölf 
Monaten zudem eine positive Auftragsentwicklung. Wermutstropfen: 38 
Prozent von ihnen halten schnelles Wachstum in Deutschland aufgrund 
ungünstiger Rahmenbedingungen nicht für realisierbar. Dies sind zwei 
zentrale Ergebnisse der Befragung zum "Trendbarometer junge 
IKT-Wirtschaft 2015", die das Institut für Innovation und Technik 
(iit) in der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH im Auftrag des 
Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt 
hat.

 In Deutschland gibt es demzufolge ein erhebliches Potenzial an 
schnell wachsenden, innovativen jungen Unternehmen, sogenannten 
Gazellen. So geben 69 Prozent der Befragten - ehemalige Teilnehmer 
des "Gründerwettbewerb - IKT Innovativ" - schnelles Wachstum als 
gewünschte Entwicklungsperspektive an. Mehr als die Hälfte glaubt 
sogar, dass dieses zwingend notwendig sei, um als Unternehmen am 
Markt bestehen zu können. "Die 'Gazellen' sind Hoffnungsträger für 
eine Erneuerung der Wirtschaft, für Wachstum und Arbeitsplatzaufbau 
aus einem dynamischen Gründungsgeschehen heraus. Die 
gesamtwirtschaftliche Relevanz solcher Jungunternehmen wird höher 
eingeschätzt denn je; von ihnen gehen starke, positive Effekte auf 
die Dynamik der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung aus", so Dr. Jan 
Wessels vom iit.

 Neue Finanzierungsmöglichkeiten werden zur echten Alternative

 Zum Problem wird oftmals die Finanzierung: 38 Prozent der jungen 
IKT-Unternehmen halten ihre Bestrebungen aufgrund ungünstiger 
Rahmenbedingungen für nicht realisierbar. Drei von zehn Start-ups 
ziehen den Schritt ins Ausland in Erwägung, weil sie in Deutschland 
keine Chance auf die ausreichende Akquise von Wachstumskapital sehen.
Dabei stehen die Jungunternehmer alternativen 
Finanzierungsmöglichkeiten offener denn je gegenüber. Zwar stehen 
klassische Finanzierungsmöglichkeiten wie Eigenkapital (Zustimmung: 
61 Prozent) und Business Angels (Zustimmung: 57 Prozent) nach wie vor
an der Spitze, die Alternativen erhalten aber zunehmend mehr Gewicht:
Wagniskapital als Wunschfinanzierung ist in der Einschätzung der 
Start-ups gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2014 um 14 
Prozentpunkte auf 42 Prozent gestiegen; immerhin 34 Prozent der 
IKT-Start-ups sind zudem offen für Crowdfunding (2014: 23 Prozent).

 Schulen und Hochschulen fördern den Gründergeist

 Neben den finanziellen Mitteln erhöht auch die zunehmende 
Vermittlung von Gründungskompetenzen an Schulen und Hochschulen das 
Potenzial für Unternehmensgründungen in Deutschland. 75 Prozent der 
Befragten wurden von Erfahrungen in Schule und Ausbildung in der 
eigenen Unternehmensgründung bestärkt, 42 Prozent haben im Studium 
entsprechende Kompetenzen erworben. Nach Einschätzung der 
Jungunternehmer wandelt sich auch die Wahrnehmung von Gründertum in 
Deutschland allgemein: Deutlich mehr als die Hälfte von ihnen 
registriert sowohl in Medien und der Politik als auch in der 
Gesellschaft zunehmend gründungsfreundliche Tendenzen.

 Dieses Umfeld macht Gründer in Deutschland kreativ: Sie 
realisieren meist nicht nur eine einzige Geschäftsidee. Während 38 
Prozent tatsächlich an der Umsetzung weiterer Produkte oder 
Dienstleistungen tüfteln, haben drei Viertel aller Befragten 
innovative Ideen, an deren Entwicklung sie derzeit aber noch nicht 
arbeiten. Mehrfachgründungen sind für die IKT-Start-ups eine 
realistische Option, sie verlieren aber auch die wirtschaftlichen 
Notwendigkeiten nicht aus den Augen. So sind 42 Prozent der Befragten
der Meinung, Start-ups sollten bereits in der Gründungsphase eine 
Exit-Strategie entwickeln. Die Übernahme durch ein anderes 
Unternehmen ist für 71 Prozent dabei gut vorstellbar.

 Weitere Informationen unter www.gruenderwettbewerb.de. Das gesamte
Trendbarometer steht auch als PDF kostenlos zum Download zur 
Verfügung: http://ots.de/AKMSt

Pressekontakt:
Jessica Vanscheidt
LoeschHundLiepold Kommunikation GmbH
Tegernseer Platz 7
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Tel.: 089-720 187-271
Fax: 089-720 187-20
E-Mail: gruenderwettbewerb@lhlk.de

Original: http://www.presseportal.de/pm/63550/3140465

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Quelle: https://madeingermany.shop/de/news/die-gruendungskultur-in-deutschland-entwickelt-sich-positiv-rahmenbedingungen
