# Ehrenamt stärker anerkennen und fördern! / Johanniter empfehlen Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen im Bevölkerungsschutz 

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Berlin (ots) -

 Mehr als 1,8 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland 
ehrenamtlich im Bevölkerungsschutz. Sie sind organisiert in 
Hilfsorganisationen wie der Johanniter-Unfall-Hilfe, in Feuerwehren 
oder beim Technischen Hilfswerk (THW). Ohne diese engagierten 
ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer würde der Zivil- und 
Katastrophenschutz in Deutschland nicht funktionieren. 

 Die Ehrenamtlichen der Johanniter-Unfall-Hilfe evakuieren zum 
Beispiel Menschen bei Bombenentschärfungen, bieten Flutopfern ein 
Dach über den Kopf oder unterstützen Großveranstaltungen 
sanitätsdienstlich. Spezielle Einheiten, wie die 
Schnelleinsatzgruppen (SEG), sind rund um die Uhr einsatzbereit. All 
dies tun sie in ihrer Freizeit und unentgeltlich.

 Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstandes der 
Johanniter-Unfall-Hilfe, resümiert: "Viel Zeit und Engagement werden 
von Seiten der Hilfsorganisationen, aber auch von Seiten unserer 
ehrenamtlichen Helfer in die Ausbildung und in die technische 
Ausstattung gesteckt, damit sie im Einsatzfall qualifizierte Hilfe 
leisten können. Das verdient gesellschaftliche Anerkennung. Die 
Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist in unserer 
Gesellschaft weiterhin hoch. Wir spüren aber auch, dass es immer 
schwieriger wird, Menschen für ein langfristiges ehrenamtliches 
Ehrenamt zu gewinnen. Daher müssen wir neue Wege der Ansprache finden
und auch zusätzliche niedrigschwellige Angebote bieten. Gleichzeitig 
sollten die Rahmenbedingungen für ein dauerhaftes und verlässliches 
Engagement verbessert werden", so Lüssem weiter.

 Um auch zukünftig für den Bevölkerungsschutz genügend 
Ehrenamtliche zu gewinnen, empfiehlt die Johanniter-Unfall-Hilfe:

 1. Gleichstellung der Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen mit 
denen von Feuerwehr und THW 

 Auch Ehrenamtliche von Hilfsorganisationen werden zu Einsätzen im 
Zivil- und Katastrophenschutz alarmiert. Oft unterhalb der 
sogenannten Katastrophenschwelle. Die Freistellung vom Arbeitgeber, 
die Erstattung des Verdienstausfalls und eine soziale Absicherung bei
Unfällen sollten auch für sie gesetzlich verankert sein.

 2. Förderung der Anerkennungskultur 

 Anerkennung motiviert und fördert ehrenamtliches Engagement. 
Spezielle Anreize für Arbeitgeber können dazu beitragen, das 
ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeitenden zu unterstützen.

 3. Förderung der Diversität in den Einsatzdiensten 

 Nicht nur technikaffine Männer sind für den Bevölkerungsschutz 
geeignet. Ehrenamtliche nach ihren spezifischen Fähigkeiten 
auszuwählen, öffnet den Kreis der potentiellen Interessenten. Denn 
bisher sind Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und 
Quereinsteiger im Bevölkerungsschutz unterrepräsentiert.

 4. Finanzielle Anreize setzen 

 Im Bevölkerungsschutz engagieren sich besonders viele Menschen 
dauerhaft. Viele Stunden der eigenen Freizeit werden eingesetzt. Eine
Anrechnung der aktiven Tätigkeit auf die Rente (nach SGB VI) oder als
eigenständige Zusatzrente sind denkbar. Auch die Anrechnung des 
ehrenamtlichen Engagements auf Wartesemester für einen schnelleren 
Hochschulzugang wäre ein Anreiz. Ermäßigungen für 
Veranstaltungstickets und bei Eintrittspreisen können zusätzlich 
motivieren.

 Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. 

 Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist mit rund 22.000 
Beschäftigten, mehr als 37.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern
und rund 1,3 Millionen Fördermitgliedern eine der größten 
Hilfsorganisationen in Deutschland. Die Johanniter-Unfall-Hilfe 
engagiert sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, 
Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken 
Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, 
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen 
Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe
im Ausland.

 Mehr Informationen zum ehrenamtlichen Engagement bei den 
Johannitern finden Sie hier: www.johanniter.de/ehrenamt 

 Weitere Positionen der Johanniter sind hier zu finden: 
http://ots.de/lmo7bT

Pressekontakt:
Juliane Flurschütz, Pressereferentin
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Bundesgeschäftsstelle
Lützowstraße 94, 10785 Berlin

Tel. 030 26997-361
Fax 030 26997-359
Mobil 0173 6193409
juliane.flurschuetz@johanniter.de
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