# Hasswelle überrollt Kommunen - Repräsentative Umfrage: Zahl der körperlichen Angriffe auf Bürgermeister und Gemeinderäte nimmt zu! 
2 von 3 Kommunen hatten direkten Kontakt mit Reichsbürgern! 

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Berlin (ots) -

 In jeder zwölften Stadt und Gemeinde in Deutschland sind 
Mitarbeiter oder Amtsträger Opfer körperlicher Gewalt im Amt 
geworden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Magazins KOMMUNAL. 
Demnach hat sich die Zahl der Gewaltattacken innerhalb von zwei 
Jahren um 25 Prozent erhöht. Im Jahr 2017 gaben bei einer gleichen 
Erhebung des Magazins sechs Prozent aller Kommunen an, dass 
Bürgermeister, Mitarbeiter oder Gemeinderäte angegriffen wurden, 
jetzt sind es acht Prozent. Ähnlich wie damals sind 
Bürgermeisterinnen und Bürgermeister besonders häufig betroffen. 
"Rund 2 Prozent der gut 11.000 Stadtoberhäupter in Deutschland hat 
Gewalt bereits am eigenen Leib erfahren müssen", erläutert 
KOMMUNAL-Chefredakteur Christian Erhardt die Ergebnisse. Immer wieder
werden auch Stadt- und Gemeinderäte sowie Verwaltungsmitarbeiter von 
Bürgern körperlich angegriffen.

 "Vier von zehn Kommunen haben zudem mit verbalen Drohungen zu 
kämpfen", so Erhardt. Dabei machen Beschimpfungen in den sozialen 
Netzwerken etwa die Hälfte aller Fälle aus. "Aber auch im direkten 
Gespräch und auf Veranstaltungen rasten immer häufiger Bürger aus, 
drei von vier Betroffenen berichten uns über solch persönliche 
verbale Bedrohungen," fasst Christian Erhardt die Ergebnisse der 
Umfrage zusammen. Hassbotschaften verlassen somit immer häufiger die 
Anonymität der sozialen Medien und werden offen und persönlich an 
Mitarbeiter und Ehrenamtliche in der Kommune gerichtet.

 Besonders in den Fokus gerückt sind Kontakte mit selbsternannten 
Reichsbürgern, also meist rechtsextremen Personen, die die Existenz 
der Bundesrepublik Deutschland nicht anerkennen und Kommunen seit 
längerer Zeit mit Anfragen belästigen und die Verwaltungen lahmlegen 
wollen. In der KOMMUNAL-Umfrage gaben 65 Prozent aller Bürgermeister 
an, dass sie bereits Kontakt mit solchen Reichsbürgern hatten. In 
fast jedem dritten Rathaus wurden die oft bewaffneten Reichsbürger 
persönlich vorstellig. Besonders betroffen von dem Problem sind 
demnach Kommunen in den ostdeutschen Bundesländern. Hier liegt der 
Anteil bei 81 Prozent, in Brandenburg gar bei 90 Prozent aller 
Kommunen.

 Zurückgegangen sind laut der Analyse die Zahl der Bedrohungen im 
Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik der Kommunen. Bei der ersten 
Erhebung zum Thema im Jahr 2017 gaben 47 Prozent der Bürgermeister 
an, deshalb beschimpft oder beleidigt worden zu sein. In der 
aktuellen Erhebung sank der Wert leicht auf 41 Prozent. Auch hier 
liegen die Werte in den ostdeutschen Bundesländern weiter deutlich 
höher (52%) als in den westdeutschen Ländern (39 %). Erfreulich ist 
die Entwicklung in Bayern, wo mit 28 % vergleichsweise wenige 
Kommunen Bedrohungen im Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik 
verzeichnen.

 "Die Gefahr durch Rechtsextremisten ist nicht gebannt, ihre 
Erscheinungsform hat sich nur verändert. Die Hasswelle wegen der 
Flüchtlingspolitik der Kommunen legt sich, dafür treten immer mehr 
Reichsbürger in Erscheinung", fasst Christian Erhardt die Situation 
in den Rathäusern zusammen. Gleichzeitig erlebten Mitarbeiter und 
Ehrenamtliche, wie die Gewaltbereitschaft weiter steige. "Die verbale
Radikalisierung hat einen Punkt erreicht, bei dem es einigen logisch 
erscheint, dass aus dem Sagbaren nun das Machbare, das Handeln folgt.
Die Radikalisierung der sprachlichen Auseinandersetzung ist der 
Wegbereiter für körperliche Gewalt gegenüber Ehrenamtlichen und 
Hauptamtlichen. Die Bereitschaft, sich zu engagieren, dürfte daher 
gerade bei Ehrenamtlichen weiter massiv sinken", fasst der 
KOMMUNAL-Chefredakteur die Stimmung in den Kommunen zusammen.

 Hinweis für Redaktionen: Die Veröffentlichung ist frei unter 
Nennung der Quelle: "Magazin KOMMUNAL" bzw. online der Quelle: 
www.kommunal.de

 Erläuterung der Umfragezahlen: 

 Die Ergebnisse beruhen auf den Angaben von 1055 Bürgermeistern, 
die das Magazin KOMMUNAL in der Zeit vom 13. Bis 19. Juni 2019 
befragt hat. Die Stichprobe von Bürgermeistern ist ein 
repräsentatives Abbild der Gesamtheit aller Bürgermeister (11.100) in
Deutschland.

 Hintergrund: KOMMUAL ist Europas größtes Magazin für 
Bürgermeister, Kommunalpolitiker und leitende Verwaltungsmitarbeiter.
Es erscheint in einer monatlichen Auflage von gut 100.000 Stück.

Pressekontakt:
Gerne stellen wir Ihnen sämtliche Fragen und Antworten übersichtlich 
als Grafiken zur Verfügung. Wenden Sie sich dazu bitte per Mail an: 
C.Erhardt@kommunal.de oder telefonisch unter: 030 81450 -1240

Original-Content von: KOMMUNAL, übermittelt durch news aktuell

Original: https://www.presseportal.de/pm/116841/4305742

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Quelle: https://madeingermany.shop/de/news/hasswelle-ueberrollt-kommunen-repraesentative-umfrage-zahl-der-koerperlichen
