# Umfrage ergibt: Viele Geldinstitute können bei Kosten und Service nicht mithalten / Girokontoinhaber loben Online-Banken 

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Stuttgart (ots) -

 Offenbar leisten Deutschlands Internet-Banken ziemlich genau den 
Service, den sich Kunden wünschen: 80 Prozent der Kunden, die ihr 
Girokonto bei einem Online-Geldinstitut haben, sind zufrieden mit 
ihrer Bank. Zum Vergleich: Nur 44 bis 58 Prozent der befragten Kunden
anderer Geldinstitute äußerten sich so uneingeschränkt positiv. Das 
Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Managementberatung Porsche 
Consulting macht deutlich, worauf Bankkunden besonders achten: 
Kostenfreie oder preisgünstige Kontoführung sei das wichtigste 
Kriterium, sagen 65 Prozent der 1041 Bürger im Alter von 25 bis 65 
Jahren, die das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Porsche 
Consulting befragt hat.

 Viele Banken bieten Geldprämien, um neue Kunden zu gewinnen. Wer 
bereit zum Girokontowechsel ist, wird zum Teil mit Summen zwischen 50
und 500 Euro belohnt. Allerdings würde sich nur jeder fünfte Befragte
von Geldgeschenken unterhalb von 500 Euro zur Unterschrift verleiten 
lassen. Beim Wechsel dominieren vielmehr praktische Aspekte: Die 
Geldhäuser punkten mit dichtem Geldautomatennetz (83 %) und 
komfortabel zu bedienendem Online-Banking (74 %). Bei den jüngeren 
Kunden im Alter von 25 bis 39 Jahren schauen sogar 88 Prozent 
besonders genau auf die Qualität des Online-Banking. Nur für 61 
Prozent der 55- bis 65-Jährigen ist die Kontoführung im Internet 
relevant.

 Die 25- bis 39-Jährigen sind mit einem Anteil von 12 Prozent 
wechselfreudiger als ältere Kunden (6 %). Auffällig auch: Mit 
steigendem Haushaltsnettoeinkommen wächst die Bereitschaft zum 
Wechsel. Insgesamt aber scheuen Kontoinhaber Veränderungen. Etwa neun
von zehn Kunden (84 %) halten ihre Bankverbindung schon seit mehr als
zehn Jahren, jeder zweite (49 %) ist sogar seit 20 Jahren oder noch 
länger beim gleichen Anbieter.

 Ob Treue oder Trägheit die wichtigsten Motive langjähriger 
Stammkunden sind, wurde ebenso untersucht. Gut jeder zweite 
Nicht-Wechsler (55 %) nimmt an, dass es ohnehin kaum Unterschiede 
zwischen den Banken gäbe. 40 Prozent schrecken die Folgen eines 
Wechsels ab: neue Kontonummer, notwendige Änderung von 
Einzugsermächtigungen, Mitteilungen an Arbeitgeber, Vermieter, 
Finanzamt oder Versorgungsunternehmen sind Hinderungsgründe, - obwohl
Banken diesen bürokratischen Aufwand ihren Kunden in der Regel 
kostenfrei abnehmen. Der wichtigste Faktor aber ist die geografische 
Nähe: Zwei Drittel (66 %) der Nicht-Wechsler bleiben bei ihrer Bank, 
weil die nächste Filiale nicht weit entfernt von ihrem Wohnort liegt.
Und 31 Prozent bleiben aus Tradition mit ihrem Konto dort, wo auch 
andere Familienmitglieder schon lange Kunde sind.

 Demnach scheinen sich Geldinstitute vor Abwanderungen ihrer 
Privatkunden kaum fürchten zu müssen. Auch die Lockrufe der 
Wettbewerber, den Wechselwilligen zum Dank bares Geld zu überweisen, 
werden aktuell nur von vergleichsweise wenigen Kunden erhört. Doch 
dieses Bild trügt: "Die rasch voranschreitende Digitalisierung des 
gesamten Geldverkehrs wird den Kampf um den Bankkunden verschärfen. 
Unsere Umfrage belegt, dass gerade die heute noch junge Kundschaft 
viel flexibler darauf reagiert, welche Bank das aktuell beste Angebot
macht. Für ihre Entscheidung nutzt sie die Transparenz und den 
Komfort, die das Internet bietet. Dabei geht es ihr nicht nur um 
kostenlose Kontoführung, sondern zugleich auch um die beste 
Kundenbetreuung", sagt Dr. Matthias Tewes, Experte für 
Finanzdienstleistungen und Partner bei Porsche Consulting.

 Tewes ist überzeugt, dass viele traditionelle Geldinstitute ihre 
Organisationsstrukturen noch nicht ausreichend auf den neuen 
Kundentyp, der künftig das Geschäft dominieren wird, ausgerichtet 
haben: "Die Banken werden zum Spagat gezwungen: Sie leiden unter 
einem früher unvorstellbaren Kostendruck. Im Wettbewerb vorn liegen 
werden sie aber nur, wenn sie in der Konkurrenz überlegene 
Dienstleistungsqualität investieren. Die Geschäftsmodelle von morgen 
verändern nicht nur die Anforderungen an Personal und neueste 
Technologien, sie verlangen vor allem auch bei der 
Reaktionsschnelligkeit ein enorm hohes Tempo. Mit vorhandenen 
Strukturen ist das kaum zu erreichen."

 Die Porsche Consulting GmbH, Bietigheim-Bissingen, ist eine 
Tochtergesellschaft des Sportwagenherstellers Dr. Ing. h.c. F. 
Porsche AG, Stuttgart. Sie wurde 1994 gegründet, begann damals als 
vierköpfiges Team und beschäftigt heute mehr als 380 Mitarbeiter. Das
international agierende Unternehmen hat vier Auslandbüros in Mailand,
São Paulo, Atlanta und Schanghai. Porsche Consulting zählt zu den 
führenden Beratungsgesellschaften in Deutschland. Die Experten für 
operative Exzellenz beraten weltweit Konzerne und mittelständische 
Unternehmen aus der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt sowie
dem Maschinen- und Anlagenbau. Weitere Klienten kommen aus dem 
Finanzdienstleistungssektor, der Konsumgüterindustrie und dem Handel 
sowie aus der Baubranche.

 Hinweis: Für die Erhebung bei Girokontoinhabern wurden im Februar 
2016 insgesamt 1.041 in deutschen Privathaushalten lebende Personen 
im Alter von 25 bis 65 Jahren befragt. Die Teilnehmer wurden durch 
eine systematische Zufallsauswahl ermittelt (mehrstufig geschichtete 
Stichprobe).

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heiner.von.der.laden@porsche.de

Pressekontakt:
Porsche Consulting GmbH
Leiter Kommunikation
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Original: http://www.presseportal.de/pm/115681/3269632

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Quelle: https://madeingermany.shop/de/news/umfrage-ergibt-viele-geldinstitute-koennen-bei-kosten-und-service-nicht
