# Wandel der Arbeitswelt birgt Chancen und Risiken / Kommentar zum Grünbuch "Arbeiten 4.0" des Bundesarbeitsministeriums veröffentlicht 

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Berlin (ots) -

 Der Wandel der Arbeitswelt birgt aus Sicht der 
Berufsgenossenschaften und Unfallkassen Chancen und Risiken für 
Arbeitsschutz und soziale Sicherheit. Das geht aus einem Kommentar 
zum Grünbuch "Arbeiten 4.0" des Bundesministeriums für Arbeit hervor,
den ihr Verband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, heute 
veröffentlicht hat. Danach haben neue Technologien, Werkstoffe und 
Produktionsverfahren das Potenzial, die Arbeitswelt sicherer und 
gesünder zu gestalten. Gleichzeitig entstünden aber auch neue 
Risiken, zum Beispiel Unfälle bei der Zusammenarbeit von Mensch und 
Roboter, Stress durch ein Zuviel an Informationen oder durch 
atypische Beschäftigung. Der Schlüssel zur Lösung dieser Probleme 
liege in Forschung, verstärkter Qualifizierung sowie in der 
Entwicklung einer Kultur der Prävention, heißt es in dem Kommentar.

 Als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung versichern 
Berufsgenossenschaften und Unfallkassen ihre Versicherten nicht nur 
gegen die Folgen von Arbeits-, Schul- und Wegeunfällen sowie 
Berufskrankheiten. Sie beraten und beaufsichtigen die Unternehmen 
auch in Fragen der Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. In ihrer
Präventionsarbeit setzen sie sich daher auch mit der zukünftigen 
Entwicklung der Arbeitswelt auseinander. Folgende zentrale 
Handlungsfelder zeichnen sich nach ihrer Fachmeinung derzeit ab:

 1. Digitaler Wandel: Der technische Fortschritt bietet großes 
Potenzial, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu 
verbessern und so arbeitsbedingte Unfälle und Erkrankungen zu 
verringern. Gleichzeitig ergeben sich neue Gefährdungen, 
beispielsweise bislang unbekannte Gefahrstoffe, Sicherheitsrisiken 
bei der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter oder Stress infolge 
ständiger Erreichbarkeit und Informationsflut.

 2. Neue Beschäftigungsformen: Beschäftigungsformen wie Crowd- und 
Clickworking oder Telearbeit werfen die Frage auf, wie soziale 
Sicherheit und Arbeitsschutz organisiert werden können, wenn es 
keinen Arbeitgeber oder keinen festen Arbeitsplatz gibt. 
Eigenverantwortliches und gesundheitsbewusstes Handeln gewinnt vor 
diesem Hintergrund an Bedeutung.

 3. Vielfalt: Technische und medizinische Neuerungen bieten die 
Chance, Arbeit und Prävention so zu gestalten, dass 
Gesundheitsgefahren und Erkrankungen vermieden oder alters- und 
behinderungsbedingte Einschränkungen ausgeglichen werden. Das 
begünstigt die langfristige Beschäftigungsfähigkeit von Älteren und 
Menschen mit Behinderungen im Arbeitsmarkt. Gleichzeitig führen 
gesellschaftliche Veränderungen, Fachkräftemangel und Zuwanderung zu 
wachsenden Beschäftigungszahlen von Frauen und Personen mit 
Migrationshintergrund.

 Aus Sicht der gesetzlichen Unfallversicherung erfordern diese 
Entwicklungen neben intensiver Präventionsforschung insbesondere 
verstärkte Anstrengungen zur Qualifizierung, aber auch die 
gesamtgesellschaftliche Entwicklung einer Kultur der Prävention, die 
Sicherheit und Gesundheit zu einem selbstverständlichen Teil des 
Handelns der Menschen macht.

 Den Kommentar zum Grünbuch "Arbeiten 4.0" sowie weiterführende 
Informationen zu laufenden Forschungsaktivitäten der gesetzlichen 
Unfallversicherung gibt es unter 
http://www.dguv.de/de/mediencenter/hintergrund/arbeit_4.0/index.jsp

Pressekontakt:
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Pressestelle 
Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768
Fax: 030 288763771
E-Mail: presse@dguv.de

Original: http://www.presseportal.de/pm/65320/3191540

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Quelle: https://madeingermany.shop/de/news/wandel-der-arbeitswelt-birgt-chancen-und-risiken-kommentar-zum-gruenbuch
