# Weiterer Rückgang der Privatinsolvenzen - in fünf Bundesländern steigen die Zahlen an 

- **Rubrik:** finance

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 Bürgel Schuldenbarometer
 http://ots.de/UcRBo
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 Hamburg (ots) -

 Der Trend sinkender Privatinsolvenzen setzt sich auch zu Beginn 
des Jahres 2016 fort. In den ersten drei Monaten des Jahres waren 
25.649 Bundesbürger von einer Insolvenz betroffen. Dies entspricht 
einem Rückgang um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. So 
lauten die zentralen Ergebnisse aus dem "Schuldenbarometer 1. Quartal
2016" der Wirtschaftsauskunftei Bürgel.

 "Derzeit gehen wir davon aus, dass die Privatinsolvenzen auch auf 
Jahressicht sinken werden. Dies wäre der sechste Rückgang in Folge. 
Für das Jahr 2016 prognostizieren wir aktuell 103.000 private 
Insolvenzen. Das wäre der niedrigste Stand seit 2005, als rund 
100.000 Verbraucher eine Insolvenz anmelden mussten", kommentiert 
Bürgel Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin die aktuellen Zahlen.

 Hauptgrund für den erneuten Rückgang ist die weiterhin positive 
Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Seit 2011 nimmt die Zahl der 
Privatinsolvenzen ab. Damit folgt dieser Trend leicht verzögert dem 
Rückgang der Arbeitslosigkeit, der bereits Mitte 2009 begann. "Mit 
dieser positiven Lage am Arbeitsmarkt geht auch die Entwicklung bei 
den Privatinsolvenzen einher", so Dr. Sellin. Ein weiterer Faktor, 
der Einfluss auf die Situation bei den Privatinsolvenzen hat, ist die
Höhe der Einkommen der Verbraucher. "Je höher die Realeinkommen der 
Bürger sind, desto niedriger ist die Gefahr von Privatinsolvenzen", 
erklärt der Bürgel Geschäftsführer. Die meisten Privatinsolvenzen 
wurden im 1. Quartal 2016 in den drei Stadtstaaten Bremen, Berlin und
Hamburg gemessen. Bremen ist mit 56 Privatinsolvenzen je 100.000 
Einwohner erneut Insolvenzspitzenreiter. In der Hauptstadt rangierte 
die Insolvenzquote bei 53 Insolvenzen je 100.000 Einwohner. In 
Hamburg und Niedersachsen gab es auf 100.000 Einwohner 44 
Insolvenzen. Über dem Bundesdurchschnitt von 32 Privatpleiten je 
100.000 Einwohner lagen auch das Saarland (42), 
Mecklenburg-Vorpommern (39) sowie Nordrhein-Westfalen und 
Schleswig-Holstein (je 33). Hessen liegt mit einer Insolvenzquote von
32 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner im Bundesdurchschnitt. 
Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen meldeten die wenigsten 
Privatinsolvenzen (jeweils 23 je 100.000 Einwohner).

 In fünf Bundesländern zeigt sich der Trend sinkender 
Privatinsolvenzzahlen nicht. In Hessen stiegen die Privatpleiten mit 
acht Prozent am stärksten. Auch in Bremen (plus 5,4 Prozent), 
Thüringen (plus 4,7 Prozent), Berlin (plus 3,5 Prozent) und 
Sachsen-Anhalt (plus 0,5 Prozent) meldeten mehr Bundesbürger als vor
einem Jahr eine Insolvenz an. Weitaus erfreulicher ist die Situation 
in Brandenburg. Hier sank die Zahl der Privatinsolvenzen um 19,9 
Prozent. Aber auch in Bayern (minus 8,3 Prozent), 
Mecklenburg-Vorpommern (minus 8,1 Prozent), Sachsen (minus 7,7 
Prozent) und Baden-Württemberg (minus 6,7 Prozent) gab es deutliche 
Rückgänge.

 In der Analyse der Altersklassen lohnt sich besonders ein Blick 
auf die Altersgruppe "61 Jahre und älter", da diese in den letzten 
vier Jahren steigende Privatinsolvenzen verbuchte. Im 1. Quartal 
2016 meldeten in dieser Altersklasse erstmals wieder weniger 
Privatleute eine Insolvenz an (minus 2,9 Prozent). Von einer 
Trendumkehr kann aufgrund des frühen Bemessungszeitpunktes aber noch 
keine Rede sein.

 Wie schon in den letzten Jahren ist der Anteil von Männern an der 
Privatinsolvenzstatistik auch im 1. Quartal 2016 höher als der von 
Frauen. Dies bezieht sich sowohl auf die absoluten als auch auf die 
relativen Zahlen. Während der relative Wert im Bundesdurchschnitt 32 
Fälle je 100.000 Einwohner ausmacht, verantworteten männliche 
Bundesbürger in den ersten drei Monaten des Jahres 38 Privatpleiten
je 100.000 Einwohner (absolut: 15.158 Fälle). Dem gegenüber stehen 
10.491 Frauen, die eine private Insolvenz anmelden mussten. Anders 
ausgedrückt wurden 25 Frauen unter 100.000 Bürgern zahlungsunfähig.

 Es ist unzutreffend, dass Personen vor einer Insolvenz hoch 
verschuldet sein müssen. Über alle Altersgruppen hinweg liegt die 
Durchschnittsschuldenhöhe der Betroffenen bei rund 32.500 Euro. Bei 
unter 25-Jährigen ist der Wert weitaus geringer. Hier liegt die 
durchschnittliche Schuldensumme bei knapp unter 10.000 Euro. Mit 
steigendem Alter steigen auch die Schulden auf bis zu einem 
Durchschnitt von 43.000 Euro bei den Bundesbürgern in der 
Altersgruppe 61 Jahre und älter. Die wesentlichen Ursachen für eine 
Privatinsolvenz sind eng verknüpft mit der Einkommenssituation der 
betroffenen Personen. Es gibt sechs Hauptursachen der 
Privatinsolvenz. Zu den Gründen gehören Arbeitslosigkeit und 
reduzierte Arbeit, Einkommensarmut, gescheiterte Selbstständigkeit, 
ein zum Einkommen unpassendes Konsumverhalten, Veränderungen in der 
familiären Situation wie Scheidung beziehungsweise Trennung und 
Krankheit. Der überwiegende Teil der Privatpersonen in einer 
Insolvenz hat vor allem bei Kreditinstituten, Versandhändlern, 
Versicherungen, Behörden, Vermietern, Energieversorgern und 
Telefongesellschaften Schulden.

 Die kompletten Ergebnisse der Studie "Schuldenbarometer 1. 
Quartal 2016" stehen auf unserer Homepage unter http://ots.de/UcRBo

Pressekontakt:
Oliver Ollrogge
oliver.ollrogge@buergel.de
040 / 89803582

Original: http://www.presseportal.de/pm/22285/3345060

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Quelle: https://madeingermany.shop/de/news/weiterer-rueckgang-der-privatinsolvenzen-in-fuenf-bundeslaendern-steigen-die
