# Wissensfabrik fordert Politik zur raschen Einführung des Digitalpakts auf 

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Ludwigshafen (ots) -

 - Lenkungskreisvorsitzender Michael Heinz: "Deutsche Schulen 
 hängen bei der Digitalen Bildung hoffnungslos zurück."
 - Vorstandsvorsitzende Lilian Knobel: "Der Digitalpakt muss 
 kommen, je schneller desto besser!"

 Die bundesweite Wirtschaftsinitiative Wissensfabrik - Unternehmen 
für Deutschland e.V. reagiert mit Unverständnis auf die heutige 
Entscheidung im Bundesrat gegen die Einführung des Digitalpakts. "So 
kann es nicht weitergehen! Wir reden jetzt schon seit zwei Jahren 
über den Digitalpakt, und bis heute hat sich nichts getan", ärgert 
sich Michael Heinz, Lenkungskreisvorsitzender der Wissensfabrik und 
BASF-Vorstandsmitglied. "Es wird von der Politik einfach zu wenig 
gemacht, die Schulen werden hier allein gelassen."

 Laut der IW-Studie "MINT-Herbstreport 2018" fehlen in Deutschland 
aktuell rund 340.000 Fachkräfte mit einer Basis in 
naturwissenschaftlich-technischer Bildung. "Gerade mit Hinblick auf 
die Digitalisierung macht uns das Sorgen. Bei der Digitalen Bildung 
hängen deutsche Schulen hoffnungslos zurück", so Heinz weiter. Länder
wie Kanada, Singapur oder Estland machten es vor. "Wenn wir bei 
Digitalisierung und MINT nicht Gas geben, dann geht es im 
internationalen Wettbewerb nicht mehr um die Frage, wer am Ball ist, 
dann sind wir raus aus dem Turnier."

 Die 140 Unternehmen und Stiftungen, die sich in der bundesweiten 
Initiative für MINT-Bildung (MINT = Mathematik, Informatik, 
Naturwissenschaft und Technik) und Unternehmertum engagieren, sind 
sich einig: Die Digitalisierung verändert unser Zusammenleben. Sie 
formt unser Wissen und bringt uns miteinander in Kontakt. "Wir müssen
unsere Kinder und Jugendliche digital souverän machen, damit sie die 
Hintergründe der Informationstechnologie verstehen. Denn die Nutzung 
von Informations- und Kommunikationstechnologien wird in unserem 
Lebens- und Arbeitsalltag immer wichtiger", sagt die 
Vorstandsvorsitzende der Wissensfabrik, Lilian Knobel. "Die 
Vermittlung von IT-Kompetenzen ist also für uns alle von Bedeutung. 
Deshalb ist es Aufgabe der Schulen, Kinder und Jugendlichen dabei zu 
helfen, die digitale Welt zu verstehen. Der Digitalpakt muss kommen, 
je schneller desto besser!"

 Es gehe bei der Diskussion um den Digitalpakt aber um viel mehr 
als um Geld und die Bereitstellung einer IT-Infrastruktur. Die 
Wissensfabrik fordert vielmehr ein Umdenken in der Bildung und die 
Einführung eines ganzheitlichen Konzepts, weg vom klassischen 
Unterrichten, hin zu einem fächerübergreifenden Ansatz. Das Umdenken 
fange bereits in der Lehrerausbildung an. "Wir müssen Bildung 
gesamtheitlich denken. Lehrer brauchen mehr Freiräume, um Neues 
auszuprobieren, und wir müssen sie auch befähigen, mit den Geräten 
umzugehen und die technologischen Hintergründe zu verstehen", sagte 
Heinz in einem Gespräch mit der FAZ. Neben Investitionen in digitale 
Infrastruktur sollte auch die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften
integraler Bestandteil des Digitalpaktes sein.

 Aktuell melden die Schulen ganz dringend Bedarf an digitaler 
Bildung, so Heinz: "Ich bin wirklich sehr froh, dass wir mit 
IT2School seit 2016 ein passendes Projekt für Grund- und 
weiterführende Schulen anbieten, mit dem die Jugendlichen auf 
digitalem und analogem Weg verstehen können, wie IT funktioniert. Das
ist deren Zukunft! Die müssen wissen, wie die Gesellschaft 
funktioniert, für die sie einmal verantwortlich sein werden!"

 Dabei gehe es gar nicht darum, in der Schule künftige 
Programmierer auszubilden. Es gehe vielmehr um neue Anforderungen an 
die Allgemeinbildung. "Wir alle haben ausreichend Ahnung von 
Mathematik, Literatur, Geschichte und Chemie und kommen damit gut 
durchs Leben. Eine solche Grundbildung brauchen unsere Kinder nun 
auch zu digitalen Themen", fordert die Vorstandsvorsitzende der 
Wissensfabrik, Lilian Knobel.

 Den künftigen Bedarf an qualifizierten MINT-Fachkräften haben neun
Unternehmen, darunter BASF, Bosch, Fischer, KSB, Trumpf und Voith, 
bereits 2005 erkannt und die Wirtschaftsinitiative Wissensfabrik 
gegründet. Das Ziel der Organisation ist, das Interesse an 
MINT-Fächern in Schulen und Hochschulen zu fördern. Die Wissensfabrik
macht Lust auf MINT und zwar vor Ort im Unterricht. Daraus ist 
mittlerweile ein Netzwerk aus 140 Unternehmen und Stiftungen 
geworden, mit rund 3000 Bildungspartnerschaften in ganz Deutschland. 
Mehr zur Wissensfabrik auf www.wissensfabrik.de

Pressekontakt:
Julia Buchner
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0621/60-45616
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julia.buchner@wissensfabrik.de
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Quelle: https://madeingermany.shop/de/news/wissensfabrik-fordert-politik-zur-raschen-einfuehrung-des-digitalpakts-auf
