# Wohneigentümer bauen sechsmal so viel Vermögen auf wie Mieter / Analyse von empirica und LBS Research zeigt die Entwicklung der Vermögensbildung beider Gruppen bei gleichen Einkommen 

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Berlin (ots) -

 Unterschiedliches Spar- und Konsumverhalten gibt den Ausschlag

 Erfolgreicher Vermögensaufbau ist nicht allein eine Frage des 
Einkommens, sondern insbesondere eine Frage der Bereitschaft, für 
Wohneigentum zu sparen. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung 
der aktuellen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS 2013*) des 
Statistischen Bundesamtes durch das Forschungsinstitut empirica in 
Zusammenarbeit mit LBS Research. Die Forscher haben untersucht, wie 
sich die Vermögensbildung von Mieter- und Eigentümerhaushalten bei 
ansonsten vergleichbaren wirtschaftlichen Verhältnissen im Zeitablauf
entwickelt. Dabei stellt sich heraus, dass beide Gruppen eine ganz 
unterschiedliche "Vermögensbildungs-Biographie" aufweisen.

 Für die Auswertung betrachtet wurden Mieter und Wohneigentümer im 
Alter zwischen 50 und 59 Jahren mit einem monatlichen 
Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1.700 und 2.300 Euro. In die 
Vermögensbilanz fließen Immobilienvermögen (selbstgenutzte und 
vermietete Immobilien), Geldvermögen (Wertpapiere, 
Kapitalversicherungen, Bausparverträge und Spareinlagen), aber auch 
Schulden aus offenen Krediten ein. Laut LBS Research verfügten 
Wohneigentümer am "Vorabend des Ruhestandes" unter dem Strich nicht 
nur über den Wert ihrer Immobilie von durchschnittlich 152.000 Euro 
(bzw. 121.000 Euro nach Abzug noch nicht getilgter Baukredite), 
sondern zusätzlich über ein Nettogeldvermögen von 45.000 Euro (nach 
Abzug von Konsumentenkrediten). Mieterhaushalte derselben 
Einkommensgruppe hingegen kommen nur auf ein Nettogeldvermögen von 
durchschnittlich 24.000 Euro. Hinzu kommen 6.000 Euro an 
Immobilienvermögen, dabei handelt es sich um den Wert vermieteter 
Objekte. Der geringe Durchschnittswert erklärt sich dadurch, dass nur
ein geringer Teil von Mieterhaushalten Immobilien als Kapitalanlage 
besitzt. In der Gesamtschau bauen Wohneigentümer bis zum 60. 
Lebensjahr fast sechsmal so viel Vermögen auf wie vergleichbare 
Mieter (siehe Grafik), so die LBS-Experten.

 Die Wissenschaftler erklären den riesigen Vorsprung der 
Eigentümerhaushalte mit unterschiedlichem Konsum- und Sparverhalten. 
"Wer eigene vier Wände erwirbt, ist offenbar in den ersten 10 bis 15 
Jahren weitgehend 'immun' gegen den Reiz größerer Anschaffungen oder 
Konsumausgaben", erläutern die Experten von LBS Research. Durch hohe 
Tilgungsbeiträge bei der Rückzahlung von Wohnungsbaudarlehen findet 
ein selbst auferlegtes "Zwangssparen" statt, das sich später 
auszahlt. Obwohl die laufenden Finanzierungsaufwendungen für das 
Wohnen bei den Eigentümern im Zeitablauf deutlich abnehmen, behalten 
sie meistens eine hohe Sparneigung bei, so dass sie im Alter neben 
ihrer größtenteils entschuldeten Immobilie noch ein stattliches 
Geldvermögen aufweisen.

 Laut LBS Research wird die Bedeutung der selbstgenutzten Immobilie
für die Vermögensbildung auch im internationalen Vergleich deutlich. 
So zeigte etwa eine Analyse der Bundesbank, dass die Menschen in 
Ländern mit hohen Wohneigentumsquoten entsprechend höhere Vermögen 
aufweisen. Deutschland, das mit einer Wohneigentumsquote von 43 
Prozent im EU-Vergleich immer noch am Tabellenende liegt, schnitt 
hingegen schwach ab.

Pressekontakt:
Dr. Ivonn Kappel
Referat Presse
Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen
Tel.: 030 20225-5398
Fax : 030 20225-5395
E-Mail: ivonn.kappel@dsgv.de

Original: http://www.presseportal.de/pm/35604/3111706

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Quelle: https://madeingermany.shop/de/news/wohneigentuemer-bauen-sechsmal-so-viel-vermoegen-auf-wie-mieter-analyse-von
