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Gospodarka
Die Carrera Panamericana 2016
· Autor Gunnar Frießner
18 historische Porsche sind beim legendären Langstrecken-Straßenrennen 3700 Kilometer durch Mexiko gefahren. Am Schlusstag haben die Piloten auf die Königsetappe mit dem Namen „Rückrad des Teufels“ hingefiebert.
Ein weiterer Marathontag mit acht Sprintetappen. Von Zacatecas in Richtung Norden nach Durango. Fast 700 Kilometer bei warmem, sonnigem Wetter. Über Highways und Bundesstraßen, durch Gebirgsketten, Halbwüsten, Canyons. Durch Prärielandschaften wie im Wilden Westen. Als das bunte Fahrerfeld sich der fast 34 Kilometer langen Königsetappe – Espinazo del Diablo (Rückrad des Teufels) näherte, entschied die Rennleitung: Die Speedetappe oberhalb Durango’s wird kurzerhand zur normalen Transitstrecke umfunktioniert. Grund waren einsetzender Regen und frisch aufgetragener Rollsplitt. Eine für den Motorsport unheilvolle Mixtur. Trotzdem gaben die Piloten auf der Teufelsetappe mächtig Gas und lieferten sich auf der Strecke, die wegen ihrer Kurven, Anstiege und Gefälle meist nur im zweiten und dritten Gang zu befahren ist, rasante Duelle.
Porsche 356-Copilotin Frauke Feess war nach dem Motoren-Marathon über sieben Tage und 3700 Kilometer „glücklich, angekommen zu sein“. Wird sie wiederkommen? „Ich musste meinem sich sehr um mich sorgenden Vater zwar versprechen, dass diese Carrera meine erste und einzige ist“, sagte die Blondine lächelnd. „Doch ich weiß nicht, ob ich das Versprechen halten kann. Und will. Ich bin mir zwar noch nicht ganz sicher, aber ich denke schon, dass ich mich mit dem Carrera-Virus infiziert habe.“